Land zurückerobern

Das Königreich Gottes. Wie sieht das eigentlich genau aus? Können wir das Reich Gottes in unseren Gemeinden und Kirchen sehen und erkennen?

Viele Christen freuen sich darauf in das Himmelreich zu kommen, aber Jesus selbst sagte ja als er auf die Erde gekommen ist, dass das Reich Gottes angefangen hat auf der Erde zu existieren. Die Frage ist doch worauf freut man sich denn wenn man Vorfreude auf den Himmel hat? Man freut sich darauf, dass dort ausschließlich der gute Wille Gottes geschieht und dadurch alles in Liebe und Frieden zusammenlebt. Indem aber Jesus offenbarte, dass genau dies auch der Plan mit diesem Universum ist, wurde klar, dass es gar keinen relevanten Unterschied mehr gibt zwischen Himmel und Erde, sobald das Reich Gottes die Erde komplett eingenommen hat und der gute Wille Gottes auch hier komplett erfüllt wird.

Die Bibel prophezeit, dass sich das Volk Gottes auf dem ganzen Planeten ausbreiten wird und in Vollmacht und Erkenntnis wachsen wird. Gleichzeitig aber wird es zum Erstarken des Bösen in der Welt kommen, das in Feindschaft mit Jesus und damit auch in Feindschaft mit den Christen ist. Jesus selbst prophezeite was wir heute sehen: Der Planet Erde geht immer mehr kaputt an der Gottlosigkeit und Maßlosigkeit der Menschen, die nicht fähig sind das Big Picture zu sehen.

Dort aber wo Menschen zu Jesus finden und ihre Identität in Jesus Christus verstehen, dort wo Menschen sich verfügbar machen mit ihrem Leben für das Wirken Gottes, dort wo Menschen anfangen zu glauben, dass Gott jede übernatürliche Tat durch sie hindurch tun kann, dort entsteht das sogenannte Königreich Gottes mit der oft sogenannten Königreichs Kultur.

Und genau diese Kultur soll heute mein Thema sein. Oftmals leben Christen komplett integriert und assimiliert in der Kultur ihrer Heimatländer und auch in den Bereichen dieser Kultur die sich eigentlich wiedersprechen mit der Kultur Gottes. Das liegt daran, dass wir unseren Glauben oft auf nur einen kleinen Rahmen innerhalb unseres Lebens beschränken und in den restlichen Bereichen recht gedankenlos in der Gesellschaft um uns herum mitschwimmen. Für viele Christen liegt das daran, dass sie ihren Glauben eher als etwas theoretisches und persönliches bezeichnen würden, etwas was nicht offensiv und verändernd auf die Gesellschaft einwirkt. Folgende Bereiche zum Beispiel sind allgemein bekannt dafür zur Reich Gottes Kultur zu gehören:

  • Literatur
  • Verkündigung / Lehre
  • Musik
  • Eheberatung
  • Seelsorge / Therapie / Lebensberatung
  • Gebet
  • Lokale Gemeinschaft

All das kommt uns bekannt vor in unseren Gemeinden und oftmals denken auch viele, dass das ausreicht und es genau richtig so ist. Die Wahrheit ist jedoch, dass das Reich Gottes in jeglicher Hinsicht und Facette eine bessere Alternative ist zu der irdischen Welt die vom Satan angeführt und beeinflusst wird. Die Bibel macht deutlich, dass Gott in allem ein gutes Original geschaffen hat und der Teufel in allem was er schafft nur Dinge kopiert von dem Schöpfer. Diese Kopien sind für den Menschen zwar wirklich einfacher zu bekommen (schneller Genuss), sind in ihrer Qualität aber nicht vergleichbar mit dem Original das vom Schöpfer ausgeht.

Ganz wichtig ist jedoch, dass ihr mich hier nicht falsch versteht. Es geht nicht darum die derzeit vorhandene Kultur der Kirchen und Gemeinden über die Kultur der Welt überzustülpen. Da würde sogar ich sagen, dass das schrecklich langweilig wäre und keine Freude bereiten würde! Früher gingen Missionare los in die Dritte Welt Länder und haben das Evangelium verkündet und haben gleichzeitig versucht den Menschen die angeblich bessere westliche Kultur anzudrehen! Das ist definitiv verkehrt! Zumal die westliche Kultur in den meisten Bereichen gar nicht in Übereinstimmung kommen kann mit dem Reich Gottes.

Die Vielfalt der menschlichen Kultur ist ein Ausdruck der Kreativität Gottes und seiner Geschöpfe. Zu versuchen diese Vielfalt zu reduzieren und dies dann mit dem Reich Gottes zu begründen ist widersprüchlich. Jede Kultur und jeder Bereich einer Kultur hat für gewöhnlich einen großen Bereich der neutral gegenüber dem Reich Gottes ist, d.h. die Ausgestaltung dieser Bereiche ist ein einfacher Ausdruck von Kreativität und steht weder für noch gegen das Reich Gottes. Gleichzeitig aber gibt es Bereiche innerhalb von Kulturen, die der Königreichskultur absolut entsprechen. So gibt es zum Beispiel viele asiatische Lebensweisheiten die in der Übereinstimmung mit der Lehre Jesu stehen. Natürlich aber gibt es eben diese Bereiche, die im Widerspruch stehen zum Reich Gottes. Und genau diese Bereiche gilt es eben zu erkennen und zu verändern. Einfaches Beispiel Musik: In den meisten Gemeinden und Kirchen wird Musik gespielt die heutzutage komplett veraltet ist. Die ältere Generation spricht diese Musik an, während aber die Jüngeren in ihrer Kultur gar nichts mit dieser Musik anfangen kann und daher auch einfach nicht so viel Bedeutung hat wenn sie diese Musik zur Anbetung Gottes nutzen. Interessanter weise hat sich die Gemeinde als so eine Art Konservierungsstoff für alte Musik und Kultur gezeigt. Der unterbewusste Hintergedanke ist klar: Die Kultur in der man selbst Zugang gefunden hat zu Gott erklärt man zum inoffiziellen Standard der Reich Gottes Kultur. Das muss unbedingt mal ausgesprochen werden, damit wir in Zukunft verstehen, dass auch die Kultur des Reich Gottes sehr vielfältig und unterschiedlich ist und sein kann, ja sein muss!

Um aber Menschen aus neuen Generationen und Kulturen anzusprechen, müssen wir ihnen mit einer Kultur begegnen die ihnen einen Zugang zum Reich Gottes verschafft. Es ist daher vollkommen egal mit welcher Musikrichtung wir Gott anbeten, solange es zum Willen Gottes passt und auch zu den Teilnehmern der Anbetung. Gott freut sich über Rock, Pop, Hip Hop, Techno, House, Dance und was es da alles noch so gibt. Entscheidend bei der Musik ist nicht wie es sich anhört sondern die Botschaften und Texte die dort mitschwingen. So handelt der klassische Hip Hop vor allem von Gewalt, Stolz und Geld während Pop oftmals vom Saufen, Sex und Party handelt. Diese Texte lassen sich nicht mit dem Willen Gottes in Übereinstimmung bringen.

Es ist also unsere Aufgabe als Nachfolger Jesu, eine Kultur zu schaffen in allen Bereichen, die das schlechte und Böse mit dem Guten und der Liebe ersetzt. So kommen wir weg von der billigen Kopie und gewinnen das Land zurück welches ohnehin eigentlich uns gehört. Gott selbst ist dabei mit uns und er wird uns schnell zu einer bemerkenswerten Exzellenz in dem Bereich führen. Ich sehe hier primär folgende Bereiche die wir in naher Zukunft in Angriff nehmen sollten:

  • Kunst
  • Tanz
  • Sport
  • Mode
  • Ernährung / Ernährungsberatung
  • Management

Mittelfristig sollte dann hinzukommen:

  • Wirtschaft allgemein
  • Technik
  • IT
  • Wissenschaft
  • Bildung

Heißt das wir ziehen uns zurück und machen komplett unser eigenes Ding? Nein. Erstens machen wir nicht unser Ding, sondern wir machen Gottes Ding. Es ist sein Wille und nur wenn er uns dorthin führt wird es die echte Kultur des Königreichs. Zweitens ist es unser Auftrag in dieser Welt zu leben und ständig Begegnung mit Menschen zu haben die noch nicht an die Existenz des lebendigen Gottes glauben. Daher ist es ganz klar die Berufung für jeden Jesus Nachfolger in beiden Reichen zu leben. In dem Reich Gottes zuhause. Aber in dem Reich dieser Welt beim Dienst für den Herrn.

Veröffentlicht von

Matthias

Hi, mein Name ist Matthias. Ich liebe das Leben und den Gott der all das geschaffen hat. Zusammen mit meiner Frau folge ich leidenschaftlich gerne Jesus nach und möchte durch seine Kraft die Welt transformiert sehen. Ich bin Jahrgang 89 und arbeite beruflich als Unternehmensberater.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.