Warum mein Glauben kein K(r)ampf für mich ist – Teil 1 von 3

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Manchmal scheint es mühsam. Wir driften in unserem Leben ab und begeistern uns für alltägliche Dinge. Wir schauen Fernsehen und lesen kluge Zeitschriften. Wir schlafen, essen und gehen Arbeiten. Und dann plötzlich kommt uns ein Gedanke an Gott und an Jesus. Dann laufen immer wieder die gleichen Gedanken im Kopf ab. Habe ich genug in der Bibel gelesen? Was habe ich in der letzten Zeit für Gott getan? Mist ich habe diese Sünde schon wieder getan, ob Gott noch zu mir steht. Wie komme ich an die Kraft und an den Mut den ich brauche?

Hinzu kommen dann Gedanken wie: An Jesus glaube ich ja, aber hat die Schöpfung wirklich so stattgefunden? Jesus hat Dämonen ausgetrieben… Aber wissen wir nicht heute, dass solche Menschen an psychischen Erkrankungen leiden? Wieso widerspricht sich die Bibel in so vielen Punkten?
Und während die Gedanken einem so durch den Kopf fliegen, macht sich ein unangenehmes Gefühl breit: Unwohlsein. Druck. Angst. Resignation. Man muss sich halt doch zum Bibel lesen zwingen und ins Gebet stürzen. Man muss sich halt doch züchtigen und zügeln um weiterzukommen. Man muss sich halt doch selbst zwingen an dem Glauben und seinen Wahrheiten festzuhalten. Der Glauben ist eben ein Kampf! Und irgendwie auch ein Krampf…

Oder doch nicht?

Wenn du heute an diesem Punkt stehst, dann habe ich eine gute Botschaft für dich. So soll und muss es nicht sein. Ich selbst stand oft an diesem Punkt an dem ich gedacht habe, dass der Glauben mir vieles schenkt, aber irgendwie mir auch manches nimmt. Wenn wir an diesem Punkt in unserem Glauben stecken bleiben, dann hat uns der Feind genau da wo der Feind uns haben möchte. Kraftlose Christen die sich chronisch Selbstvorwürfe machen und regelmäßig in Selbstmitleid versinken. Menschen die sich peinlich genau an äußere Vorschriften halten, sich selbst der härteste Richter sind und gleichzeitig verhindern, dass ein sich schwer erarbeiteter guter Charakter jemals zum Einsatz gelangt um liebende Hoffnung weiterzugeben.

Jesus hat das alles ganz anders vorgelebt und hat uns große Verheißungen hinterlassen:

Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. -Johannes 14,12

Ich versichere euch: Wenn euer Vertrauen nur so groß wäre wie ein Senfkorn, könntet ihr zu diesem Berg sagen: ‚Rück weg von hier nach dort!‘ Und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein! -Matthäus 17,20

Ihr seid das Licht der Welt. Eine leuchtende Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. -Matthäus 5,14

An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen. Amen, amen, ich sage euch: Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist. -Johannes 16,23

Ich lehne mich mal ein bisschen aus dem Fenster und behaupte, dass ich ein paar praktische Tipps und Hinweise habe, die einen Christen aus dem Krampf des Glaubens herausführen können und ihn mehr in die Verheißung von Jesus hineinführen.

1. Glauben heißt wissen

Oftmals denken wir, dass „Glauben“ bedeutet, dass es mehrere theoretische Optionen gibt und eine von Diesen uns am wahrscheinlichsten erscheint und wir deshalb daran festhalten. Das ist genau die Art und Weise wie wir das Verb „glauben“ im Alltag benutzen. „Ich glaube ich habe den Herd ausgemacht“ bedeutet, dass man sich eben nicht ganz sicher ist, diese Variante jedoch am wahrscheinlichsten ansieht. Wenn man diese Art von Glauben auf unser Leben überträgt, bedeutet dies, dass wir es als sehr wahrscheinlich ansehen, dass Gott und Jesus existiert. Das Jesus sehr wahrscheinlich auferstanden ist. Dass es sehr wahrscheinlich ein Himmelreich gibt usw.

Aber weit gefehlt. Glauben heißt wissen. Ein echter Glaube hat subjektive Beweise durch Gott erlebt, die dessen Existenz nicht nur äußerst wahrscheinlich machen, sondern zweifellos bestätigen!! Gott ist real! Gott existiert! Aber nicht nur das, Jesus ist real und er rettet, heilt, befreit und tut noch viel mehr Gutes. Das Gott ein im Verborgenden agierender Gott ist, der mit seiner Gestalt die Öffentlichkeit meidet lässt sich leicht mit dem Sinn des Menschen erklären. Der Mensch wurde geschaffen um eine intime Liebesbeziehung mit Gott aufzubauen. Jeder von uns. Und genau diese Liebesbeziehung widerspricht eben der Offensichtlichkeit des Reichtums und der Macht Gottes. Das Liebe und extremer Reichtum miteinander ein Problem haben wissen wir aus der menschlichen Welt. Wenn jemand sehr reich ist, hat dieser Mensch ein enormes Problem eine „wahre Liebe“ zu finden, da die meisten doch vor allem durch das Geld angezogen und verleitet werden. Oft sind hier dann nur Beziehungen möglich zwischen Menschen die ähnlich reich sind und sich daher nicht für den Reichtum des anderen interessieren. Weil Gott vielen so verborgen ist, kann der Mensch sich dafür entscheiden sich gar nicht für Gott zu interessieren. Wenn ein Mensch jedoch trotz der Verborgenheit Gottes anfängt nach ihm zu Suchen und Sehnsucht nach ihn zu haben, dann ist das schon ein Ausdruck der Liebe eines Menschen, die nicht nach dem reichsten  und mächtigsten Wesen der Welt dürstet (was er ja ganz offensichtlich ist), sondern nach einem Gott der unser Schöpfer und Vater ist. Jemandem dem man vertrauen kann und auf den man sich verlassen kann. (Natürlich ist das nicht der einzige Grund für seine Verborgenheit, aber doch wohl einer der Gründe die sehr anschaulich sind)

Am Anfang im Glaubensleben ist man aber nun mal an dem Punkt, dass man den Glauben eher als sehr wahrscheinlich ansieht, als wie ein Fakt (auch hier gibt es Ausnahmen, es gibt Menschen, die sind mit Gott im Herzen geboren). Wenn man an diesem Punkt ist, dann sollte man sein Glauben zunächst erst mal darauf konzentrieren, dass man diese Bestätigung von Gott bekommt. Solch eine Bestätigung kann eine übernatürliche Heilung sein, eine akustische Stimme von Gott, eine Engelserscheinung, eine übernatürlich physische Kraftwirkung, oder aber ein Moment in dem man merkt dass in einem etwas besonders passiert, was eine komplett neue Erfahrung ist. In solche herrlichen Erfahrungen kann uns Gott nur hereinbringen, wir können sie uns nicht holen. Wenn wir jedoch ganz konkret nach Gott und nach einer individuellen Antwort suchen, dann wird diese Antwort komme! Und wenn sie da ist, wird sie dein Leben auf die Beine (statt auf den Kopf) stellen. Jesus sagt dazu:

Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. –Matthäus 7,7

Und doch spielt es eine Rolle wie sehr wir uns diese Begegnung wünschen. Die Intensität unserer Suche zeigt sich dabei zumeist in der Zeit die wie dafür im Gebet verbringen. Solch ein Erlebnis sollte es uns wert sein Stunden, Tage ja vielleicht sogar Wochen im Gebet zu verbringen und unser Suchen vor Gott zu bringen.

Ein bestätigter Glaube lässt uns die Wahrheit erkennen die zuvor so verborgen war. Solch ein Glaube ist ein Fundament für risikofreudiges Handeln, für immerwährendes Interesse (Hunger) für Gott und für eine Ernsthaftigkeit im Bezug auf das Gebet und das Bibelstudium.

In der nächsten Woche werde ich dann weitere Punkte erläutern die das Leben und den Glauben entspannen und vereinfachen während sie einem gleichzeitig den nötigen Antrieb und Biss geben um diese Welt zu verändern.

Gerne Kommentare 🙂

Veröffentlicht von

Matthias

Hi, mein Name ist Matthias. Ich liebe das Leben und den Gott der all das geschaffen hat. Zusammen mit meiner Frau folge ich leidenschaftlich gerne Jesus nach und möchte durch seine Kraft die Welt transformiert sehen. Ich bin Jahrgang 89 und arbeite beruflich als Unternehmensberater.

2 Gedanken zu „Warum mein Glauben kein K(r)ampf für mich ist – Teil 1 von 3“

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