Und wie viel verdienst du so?

Wie viel wir verdienen und wie unsere derzeitige finanzielle Situation ist machen wir Deutschen gerne zu einem Geheimnis. Höchstens sehr gute Freunde lassen wir einen Blick werfen in unser Einkommen, in Erbschaften oder Ausgaben. Dieses Vorgehen ist für uns alle recht normal, aber wissen wir eigentlich welche Ursachen dahinter stecken? Warum verheimlichen wir so viel beim Thema Geld und wie sollten wir Christen damit umgehen?

Ich glaube als Christen sollten wir untereinander offener mit unseren finanziellen Situationen umgehen. Die wahren Ursachen hinter dem Verhalten die finanzielle Situation zu einem Geheimnis zu machen sind meiner Meinung nach:

  • Angst
  • Neid und
  • Scham.

Angst: „Wenn ich finanziell mit einem hohen Einkommen und Vermögen gesegnet bin, dann möchte ich dieses auch erhalten, ja festhalten.“ Man bekommt hier eine Angst, dass wenn andere von diesem Segen erfahren, sie es stehlen könnten. Oftmals existiert aber auch eine große Angst, dass Menschen auf die Idee kommen könnten einem nach Geld zu fragen, wenn sie davon erfahren würden wie viel Geld man tatsächlich auf der hohen Kante hat. Diese Ängste brauchen wir als Christen nicht zu teilen. Wir empfangen Segen und wir geben Segen weg. Wir dürfen den Segen genießen, wir brauchen ihn aber nicht um unser Leben zu genießen. Wenn wir Angst um unser Geld und unseren Besitz haben, dann offenbart allein das schon eine falsche Herzenshaltung.

Neid: Indem man gemeinschaftlich verschweigt wer wie viel verdient, meint man zu verhindern, dass Menschen zu Neid verführt werden. Ich glaube nicht, dass es sich so verhält. Menschen die Neid empfinden, tun dies auch wenn sie nicht wissen wie viel andere Menschen verdienen. Neid hat letztlich immer Ursachen und kann nur verhindert werden wenn diese Ursachen effektiv behandelt werden. Möglicherweise könnte die Offenheit sogar helfen versteckten Neid offenbar werden zu lassen um somit den Neid selbst zu erkennen und zu behandeln.

Scham: Wir alle werden in unterschiedlichen Bereichen unterschiedlich stark gesegnet. Das hat jedoch nichts mit unserem Wert oder unserer Identität zu tun. Wenn wir jedoch an dem finanziellen Segen unsere Identität festmachen dann entsteht bei einem geringen Segen eine tiefe innerliche Scham. Diese bewirkt, dass man verheimlicht wie es finanziell gerade steht, um auch die verborgene Scham zu verheimlichen. Wenn Geld jedoch unsere Identität beeinflusst, haben wir biblisch wirklich wenig verstanden. Scham aufgrund von Armut hat Jesus am Kreuz besiegt. Wir können und dürfen finanziell arm sein und es als absoluten Gewinn sehen. (Meistens jedoch verhält es sich anders, weil es Gott gefällt uns im Überfluss leben zu lassen)

Zum Schluss möchte ich noch auf eine krasse Chance hinweisen die aufkommt wenn wir das Geheimnis des Geldes aufgeben. Wenn wir teilen und bezeugen wie Gott uns finanziell versorgt, dann ist das ein starkes Zeugnis welches Gott rühmt. Gleichzeitig können wir lernen uns füreinander zu freuen wenn jemand einen Segen empfängt auch wenn man selbst mal leer ausgeht. Wenn wir lernen uns über den Segen und Erfolg eines anderen zu freuen so positionieren wir uns in einer Haltung der Reife die es uns ermöglicht selbst im Überfluss zu empfangen. Zeugnisse führen der Bibel nach zu neuen Erlebnissen. Rachel und Dominic zitieren hierzu gerne Offenbarung 19,10: „The testimony of Jesus is the spirit of prophecy“ (Das Zeugnis von Jesus ist gleichzeitig der Geist der Prophezeiung) Das bedeutet wenn wir ein Zeugnis geben von finanzieller Versorgung, so ist dies auch immer für viele Menschen ein prophetisches Wort Gottes was im Leben anderer wirksam wird, wenn es ausgesprochen wird. Wird dieses Zeugnis jedoch nicht gegeben so bricht die Kette der Segnungen ab.

Brüder und Schwestern! Lasst uns doch unsere finanzielle Situation einfach untereinander transparenter gestalten. Lasst uns Scham, Angst und Neid hier keinen Raum geben. Lasst uns finanzielle Zuwächse und Gewinne ganz klar als Gottes Gabe und Segen kennzeichnen. Lasst uns Zeugnisse geben von seiner Versorgung , und lasst uns untereinander Segnen mit Geld wenn mal einer weniger hat als die anderen. Wir sind doch alle eins in ihm und in seiner Liebe verbunden!

In diesem Sinne: Seid reich finanziell gesegnet im Namen Jesu!

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