Stehe zu dir und deinen Werten

Kennst du das? In einer sozialen Situation wird etwas entschieden was du nicht gut findest. Die Mehrheit im Raum wird es jedoch anders sehen als du. Zumindest bist du davon überzeugt, daher erhebst du keinen Einspruch.

Wenn mir das passiert finde ich es ätzend, aber es kommt immer mal wieder vor. Wir alle haben unsere persönlichen Werte und besonders als Christen haben wir recht festgelegte Werte die uns sehr wichtig sind und nach denen wir unser Leben ausrichten. Diese Werte stehen oft nicht im Einklang mit den Werten der Mehrheit in der Gesellschaft, daher stehen wir in einem Spannungsverhältnis.

Auf der einen Seite sind dort die Werte und Meinungen meiner Mitmenschen, oftmals Atheistisch eingestellte Mitmenschen. Deren Meinungen decken sich häufiger nicht mit unseren Meinungen. Jeder von uns sehnt sich aber danach in einer Gruppe akzeptiert und gewertschätzt zu werden, und allzu große Meinungsverschiedenheiten laufen dieser Akzeptanz entgegen. Es ist daher eine normale Tendenz, dass wir versuchen uns so gut es geht einer Gruppe um uns herum anzupassen. Das gilt umso mehr, je mehr Zeit wir in dieser Gruppe verbringen, wie z.B. bei der Arbeit oder auch in der Kirche.

Auf der anderen Seite sind dort unsere eigenen Werte und Meinungen. Um uns einer Gruppe anzupassen kann es passieren, dass wir unsere Werte nicht kundtun oder sogar nicht ausleben. Bei manchen Werten kann es sein, dass wir diese einfach verstecken um nicht anzuecken. Dies scheint auf dem ersten Blick eine mögliche Lösung zu sein. Aber je mehr man auf diese Art und Weise handelt, desto mehr kommt man mit sich selber (und Gott) in einen Konflikt. Und dieser Konflikt wird schnell zu einem psychologischen Problem der sich in unterschiedlichen Symptomen äußern kann, vor allem aber zu einem geringen Selbstwertgefühl führt.

Das Buch Daniel in der Bibel beschäftigt sich mit diesem Phänomen ausführlich. Es zeigt jedoch vor allem wie Daniel mit solchen Situationen umgeht. Der damalige Diktator in Babylon hat ein neues Gesetz erlassen, dieses Gesetz besagte nicht weniger, als das jeder Bürger der Nation den Diktator anbeten soll. Daniel jedoch glaubte an Gott und wusste um das Gebot das man nichts und niemanden sonst außer Gott anbeten soll. Deshalb widersetzte er sich mutig dieser Weisung und riskierte damit sein Leben. (Lies doch gerne mal wieder das Buch Daniel, es lohnt sich!)

Als Christen müssen wir diese Spannung aushalten und wir müssen auch in Kauf nehmen, dass wir nicht in jeder Gruppe akzeptiert und wertgeschätzt werden. Es ist wichtiger, dass du lernst zu deinen Überzeugungen und Werten zu stehen und diese auch kundzutun. Dadurch löst du einen inneren Konflikt auf und findest mehr Selbstachtung, Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit. Für mich ist das immer mal wieder ein Thema, aber mit Gottes Hilfe können wir genau das schaffen. Wenn wir uns darauf einlassen, dann ist dies ein Werk, dass der Geist in uns bewirkt. Deswegen rufe ich dich auf, stehe zu dir und zu deinen Werten. Stehe zu Jesus und zu deinem Glauben. Jeden Tag neu!

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Ängstlichkeit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

2. Timotheus 1,7

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