Wie geht man mit Flüchtlingen und Fremden um?

Wenn etwas oft wiederholt wird in der Bibel dann kann man davon ausgehen das es eine wichtige Aussage ist. Eine solche oft wiederholte Ansage die Gott den Menschen macht lautet: „Hört auf Ausländer und Flüchtlinge auszuschließen und zu unterdrücken! Behandelt sie wie eure eigenen Leute! Ihr selbst wart einmal Fremde!“

Tatsächlich ist es so, dass jeder Mensch Vorfahren hat, die irgendwann mal in ihrem neuem Land Fremde waren. Erst über Generationen ist das neue Land zu „ihrem“ Land geworden. Die Wahrheit aber ist, dass es nicht „unser Land“ ist. Das Land wurde uns geschenkt von Gott selbst und wir sollen es nun klug verwalten und bewahren. Wenn neue Menschen kommen, dann gehört ihnen dieses Land aber genauso wie uns. Deshalb sollen sie herzlich aufgenommen werden und genauso behandelt werden wie alle anderen Bürger.

Ich habe mal einige Verse der Bibel dazu zusammengestellt. Du wirst staunen wie oft Gott sich dazu äußert. Es liegt ihm wirklich am Herzen:

Ausländer sollt ihr nicht unterdrücken oder bedrängen. Denkt daran, dass ihr selbst Ausländer in Ägypten gewesen seid.
– 2. Mose 22,20

Ihr sollt keinen Ausländer unterdrücken. Ihr wisst, wie es ihm zumute sein muss, denn ihr seid selbst Ausländer in Ägypten gewesen.
– 2. Mo 23,9

Auch in euren Weinbergen sollt ihr keine Nachlese halten und die Trauben, die zu Boden fallen, nicht aufsammeln. Lasst sie für die Armen und die Ausländer liegen. Ich bin der Herr, euer Gott.
– 3. Mo 19,10

Wenn sich ein Ausländer bei euch niederlässt, sollt ihr ihn nicht ausbeuten.
– 3. Mo 19,33

Den Ausländer, der bei euch wohnt, sollt ihr wie einen von euch behandeln und ihr sollt ihn lieben wie euch selbst. Denn ihr selbst wart einst Fremde in Ägypten. Ich bin der Herr, euer Gott!
– 3. Mo 19,34

Wenn ihr die Getreideernte in eurem Land einbringt, dann schneidet das Getreide nicht bis an die Ränder eurer Felder und haltet keine Nachlese. Überlass beides den Armen und den Ausländern. Ich bin der Herr, euer Gott!
– 3. Mo 23,22

Für einen Ausländer muss dasselbe gelten wie für einen Israeliten! Ich bin der Herr, euer Gott!
– 3. Mo 24,22

Der HERR verhilft Witwen und Waisen zu ihrem Recht. Er liebt die Ausländer und gibt ihnen Nahrung und Kleidung.
– 5. Mo 10,18

Auch ihr sollt die Ausländer lieben, denn ihr wart selbst einmal Ausländer in Ägypten!
– 5. Mo 10,19

Die Edomiter aber sollt ihr nicht ablehnen. Sie sind euer Brudervolk. Stellt euch auch nicht gegen die Ägypter, denn ihr habt einmal in ihrem Land gelebt.
– 5. Mo 23,8

Beugt Ausländern und Waisen gegenüber nicht das Recht und pfändet nicht das Kleid einer Witwe.
– 5. Mo 24,17

Auch bei eurer Weinlese sollt ihr keine Nachlese halten. Die übrig gebliebenen Trauben sollen den Ausländern, Waisen und Witwen gehören.
– 5. Mo 24,21

In jedem dritten Jahr sollt ihr den Leviten, Ausländern, Waisen und Witwen den zehnten Teil eurer Ernte geben, damit sie in euren Städten genug zu essen haben.
– 5. Mo 26,12

Verflucht ist jeder, der das Recht von Ausländern, Waisen und Witwen beugt.´ Und das ganze Volk soll antworten: `So soll es sein.´
– 5. Mo 27,19

Alle Völker auf der Erde werden dann erkennen, dass du der wahre Gott bist, und werden dich genauso ehren, wie dein Volk Israel es tut.
– 1. Kön 8,43

Es geht uns nicht anders als allen unseren Vorfahren: Wir wohnen nur wie Gäste oder Fremde in diesem Land, das du uns gegeben hast, denn unser Leben auf der Erde ist vergänglich wie ein Schatten, ohne Hoffnung auf Dauer.
– 1. Chr 29,15

Der HERR behütet die Fremdlinge, Waisen und Witwen hilft er auf; aber er krümmt den Weg der Gottlosen.
– Ps 146,9

Übt Recht und Gerechtigkeit und befreit den Beraubten aus der Hand des Unterdrückers! Und den Fremden, die Waise und die Witwe unterdrückt und vergewaltigt nicht und vergießt nicht unschuldiges Blut an diesem Ort!
– Jer 
22,3

Denn als ich hungrig war, habt ihr mir zu essen gegeben. Als ich Durst hatte, bekam ich von euch etwas zu trinken. Ich war ein Fremder bei euch, und ihr habt mich aufgenommen. Ich war nackt, ihr habt mir Kleidung gegeben. Ich war krank, und ihr habt mich besucht. Ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden sie, die nach Gottes Willen gelebt haben, fragen: ‚Herr, wann bist du denn hungrig gewesen und wir haben dir zu essen gegeben? Oder durstig und wir gaben dir zu trinken? Wann haben wir dir Gastfreundschaft gewährt, und wann bist du nackt gewesen und wir haben dir Kleider gebracht? Wann warst du denn krank oder im Gefängnis und wir haben dich besucht?‘
Der König wird ihnen dann antworten: ‚Das will ich euch sagen. Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan!‘

– Mt 25,35

„Ihr wisst ebenso wie ich“, begann er, „dass es einem Juden streng verboten ist, in das Haus eines Nichtjuden zu gehen oder sich auch nur mit ihm zu treffen. Aber Gott hat mir gezeigt: Ich darf keinen Menschen für unrein halten und ihm darum die Gemeinschaft verweigern.
– Apg 10,28

Es kommt in diesem neuen Leben nicht darauf an, ob ihr Jude oder Grieche, beschnitten oder unbeschnitten seid, ob euer Volk zivilisiert oder primitiv ist2, ob ihr versklavt oder frei seid, sondern es kommt in allem nur auf Christus an und darauf, dass er in uns allen lebt!
– Kol 3,11

Seid gesegnet!

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